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Das Sozialpraktikum in der Jahrgangsstufe 9

Logo »Das Sozialpraktikum am GadSA«
Das Sozialpraktikum »Einsichten« basiert auf dem »Compassion-Projekt« der Freien Katholischen Schule in Baden-Württemberg.

Alle Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe gehen für zwei Wochen in karitative Einrichtungen wie Seniorenheim, Tages- und ambulante Pflege, Krankenhaus, Förderschule, Behindertenwerkstatt und -wohnheim, Suppenküche, um dort die Mitarbeiter zu unterstützen und den Umgang mit den Bewohnern, Schülern, Patienten etc. zu lernen.

Durchführung

Das erste Sozialpraktikum des GadSA fand im Sommer 2002 statt.

Es geht um Erfahrungen an Arbeitsplätzen, deren Schwerpunkt zwischenmenschliche Hilfestellungen einfordern. Die Schule steht in Kontakt mit etwa 55 Institutionen und vermittelt etwa 180 Praktikumsstellen. Die Schülerinnen und Schüler wählen aus den vorgestellten Stellen die ihnen zusagende Institution aus (Losverfahren sind zumeist nicht vermeidbar) und stellen sich dort vor. Das Praktikum wird im Religionsunterricht bzw. im Fach Praktische Philosophie vorbereitet. Während des Praktikums werden die Schülerinnen und Schüler je Institution von einer Betreuungslehrerin oder einem Betreuungslehrer ihrer Wahl besucht.

Die Auswertung findet im Religionsunterricht bzw. im Fach Praktische Philosophie anhand der während des Praktikums geführten Praktikumsmappe statt.

Ziele

Das Sozialpraktikum soll den Schülerinnen und Schülern Einsichten in andere Lebenswelten geben und es soll ihnen Einsichten für ihr eigenes Leben ermöglichen. Damit sind verbunden:
  • Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für aktive Mitmenschlichkeit und Solidarität mit Schwachen, Alten und Benachteiligten in unserer Gesellschaft, um der Tendenz zur Individualisierung und Entsolidarisierung zu begegnen;
  • Erfahrung für Schülerinnen und Schüler, wichtige und anerkannte Beiträge zu gelebter Mitmenschlichkeit leisten zu können;
  • Entwicklung von Verständnis für die Situation benachteiligter Menschen;
  • Entdeckung der Freude an ehrenamtlicher Tätigkeit;
  • Anregung für sinnvolle Freizeitbeschäftigung und ggf. ein freiwilliges soziales Jahr.

Evaluation

Die Rückmeldungen der Schülerinnen, der Schüler und der Ansprechpartner in den Institutionen ermöglichen Aufschlüsse für den Unterricht im nachfolgenden Jahrgang und die Weiterentwicklung der folgenden Sozialpraktika.

Das Sozialpraktikum zeigte bei Schülerinnen und Schülern und deren Eltern wie auch bei den jeweiligen Institutionen bisher eine sehr positive Resonanz. Der Tenor der Schülerinnen und Schüler verdeutlicht häufig, dass es ihnen gut getan hat, eine Art Erwachsenenstatus erlebt zu haben, in dem sie sich in ihrer selbstständig ausgeführten Arbeit gebraucht und dadurch Ernst genommen gefühlt haben. Ebenso wird betont, dass sie lernen mussten, Unsicherheit und Frustrationsmomente zu überwinden und aktiv auf alte, gebrechliche, geistig verwirrte oder behinderte Menschen zuzugehen.

Die Konfrontation mit Krankheiten und Behinderungen (u. a. Demenz, Alzheimer, Parkinson, Trisomie, Autismus) befähigt, Mitgefühl für Kranke und Behinderte zu entwickeln und sich in die Probleme der Angehörigen hineinzuversetzen.

Dokumente zum Sozialpraktikum

Ansprechpartner

Raphaela Borgmann-Leschke
Jan Tillmanns